NATURGEWALTEN

Sonntag, 16. Februar  · 19 Uhr  ·  Christuskirche – München


Programm

GEORG PHILIPP TELEMANN

Kantate „Donner-Ode“ (TWV 6:3) 

 

JOSEPH HAYDN  

Der Sturm, Hob XXIV a:8

 

LUDWIG VAN BEETHOVEN 

Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 "Sinfonie Pastorale"

Sätze 3-5 

 

ERIC WHITCARE

Cloudburst  ·  nach dem Gedicht „El cántaro roto“ (Der zerbrochene Krug) von Octavio Paz 

 

Naturgewalten

Von Beginn an hat sich die Musik von natürlichen Lebens- und Umwelterfahrungen inspirieren lassen – und so hat die Vertonung von Klängen und Ereignissen aus der Natur eine lange Tradition: Schon im italienischen Madrigal des Cinquecento wurden hochdifferenzierte Techniken der Tonmalerei entwickelt, in der Renaissance wird in der Flötenmusik Vogelgezwitscher nachgeahmt. Im Laufe des 17. Jahrhunderts entwickeln sich neue instrumentaltechnische und kompositorische Mittel, um auch Naturgewalten in der Musik hörbar zu machen. Die Jahreszeiten, sowohl von Vivaldi als auch von Haydn, beschreiben in den farbigsten Tönen die Einflüsse von Regen, Wind und Wetter auf den Menschen. Die Musik wird damit zum Ausdruck eines Ausnahmezustands: Die eigentlich friedliche Umwelt ist aus den Fugen geraten. Gewitter, Sturm und Erdbeben werden zu herausfordernden Themen für Musiker und Komponisten. Donner, Sturmgeheul und niederprasselnder Regen werden durch entsprechende Klangelemente und Spielfiguren stilisiert. 

Während in der ausgehenden Barockzeit die tobenden Elemente oft im Mittelpunkt stehen, rückt in den späteren Jahrzehnten der von der Wucht des Unwetters bedrohte Mensch ins Zentrum – die Ahnung eines düsteren Schicksals, dem er sich nicht erwehren kann. Ein zweites Spannungsverhältnis spielt in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts eine große Rolle: der Gegensatz zwischen der Nachahmungs- und Empfindungsästhetik – waren doch die Anhänger der Empfindungsästhetik mit Rousseau der Meinung, dass es gar nicht Aufgabe der Musik sei, äußere Phänomene wie Naturereignisse in Tönen gleichsam abzumalen, sondern dass die Musik nur die Empfindungen vermitteln dürfe, die sich beim Betrachten solcher Ereignisse einstellen.



Mitwirkende

ANNE REICH  ·  SOPRAN 

geb. 1992, sammelte ab 2007 erste professionelle Erfahrungen als Solistin und Chormitglied im Bayerischen Landesjugenchor und arbeitete dort mit Dirigen-ten wie Mariss Jansons und Peter Dijkstra. Von 2011 bis 2014 studierte sie am Leopold-Mozart-Zentrum in Augsburg bei Prof. Gabriele Fuchs und Agnes Habereder-Kottler. 

Seit 2014 führt Anne Reich ihr Studium am Mozarteum in Salzburg fort. Aktuell studiert sie dort bei Prof. Michèle Crider (Hauptfach) im Master Oper und Musiktheater. Zusätzlich schloss die junge Sopranistin 2018 ihren Master Lied und Oratorium (Klasse Wolfgang Holzmair) erfolgreich ab. Wichtige musikalische Einflüsse sammelte die lyrische Sopranistin u.a. bei Kilian Sprau, Tanja d‘Althann, Silvana Bazzoni Bartoli, Lorraine Nubar und Gemma Bertagnolli. Außerdem ist sie seit 2014 Preisträgerin des „Bundeswettbewerb Gesang“ (Juniorkategorie).  

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ALICIA GRÜNWALD  ·  ALT

wurde 1995 in München geboren. Mit 5 Jahren erhielt sie ihren ersten Klavierunterricht bei Monika Grünwald. Zwischen 2011 und 2014 nahm sie Gesangsunterricht bei Tanja d'Althann und war Mitglied des Bayerischen Landesjugendchores und der Bayerischen Singakademie. Im Oktober 2014 begann Alicia Grünwald ihr Klavier- und Gesangsstudium an der Hochschule für Musik und Theater München bei Frau Prof. Hewig-Tröscher und Thomas Gropper. Innerhalb ihres Klavierstudiums gehörte sie der Liedklasse von Prof. Fritz Schwinghammer an und erhielt weitere wichtige musikalische Impulse bei Prof. Siirala. Sie schloss ihr Studium 2018 mit der Note 1,0 ab. Nun studiert sie am Mozarteum in Salzburg Hauptfach Gesang bei Prof. Bernd Valentin. 

MOON YUNG OH  ·  TENOR

wurde in Seoul geboren. Von 2000 bis 2006 studierte er Gesang an der theologischen Universität Seoul. Von 2007 bis 2010 setzte er sein Gesangsstudium in München an der Hochschule für Musik und Theater bei Prof. Frieder Lang fort. Vor Publikum präsentierte sich Moon Yung Oh in Händels Oratorium Messias, in Mendelssohns Oratorien Paulus und Elias sowie in der Sinfonie Nr. 2 Lobgesang, im Weihnachtsoratorium und der Matthäuspassion von J. S. Bach und verschiedenen anderen Oratorien. Er war Finalist beim Hugo Wolf Lied-Wettbewerb in Stuttgart und gewann den Mozart Preis beim Internationalen Gesangswettbewerb „Grandi Voci“ in Salzburg. Seit Mai 2011 ist Moon Yung Oh festes Mitglied im Chor des Bayerischen Rundfunks.

 

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MANUEL ADT  ·  BASS

begann seine musikalische Ausbildung zunächst am Violoncello, als Mitglied der Bayerischen Singakademie erhielt er Gesangsunterricht von Hartmut Elbert. 

Seit dem Wintersemester 2012 studiert der Bariton 

Gesang in der Klasse von KS Prof. Andreas Schmidt an der Musikhochschule München, mittlerweile in den 

beiden Masterstudiengängen Konzert- und Liedgesang. Er ist Preisträger verschiedener Wettbewerbe, zuletzt erhielt er im Fach Liedduo den Sonderpreis Gesang des Deutschen Musikwettbewerbs 2018 zusammen mit seiner Klavierpartnerin Kathrin Isabelle Klein.

 

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FLORIAN DENGLER  ·  BASS

arbeitet neben seiner Tätigkeit als Sänger auch als Gesangspädagoge. Er hat einen Lehrauftrag für Gesang an der Universität Augsburg inne und betreut als Stimmbildner den Universitätschor München, den Carl-Orff-Chor Marktoberdorf und die Schwäbische Chorakademie. Er ist regelmäßiger Gast bei den Internationalen Bachtagen Hessen/Thüringen und darüber hinaus vor allem mit oratorischen Werken wie den Passionen und dem Weihnachtsoratorium von Bach, Messiah (Händel), Schöpfung (Haydn), Paulus und Elias (Mendelssohn), Stabat Mater (Dvořák), Requiem (Faure) zu hören.

 

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MARIA-WARD-CHOR  ·  gegründet 1985 im gleichnamigen Gymnasium in Nymphenburg. Inzwischen besteht er aus rund 50 Sängerinnen und Sängern aus dem gesamten Münchner Stadtgebiet und angrenzenden Gemeinden. Seit 1987 ist der Chor als gemeinnütziger Verein anerkannt. Geprobt und aufgeführt werden geistliche und weltliche Werke aller Musikepochen, seit Januar 2019 unter Leitung von Thomas Baron. Außer in den Schulferien wird jeden Donnerstag von 19–21 Uhr im Musiksaal der Maria-Ward-Schulen geprobt.  

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ENSEMBLE NYMPHENBURG

  • Violine 1  ·  Kumiko Yamauchi (KM), Christiane Lukas, Maria Anderson, Waleska Sieczkowska, Katherina Müller
  • Violine 2  ·  Ulli Cramer, Judith Krins, Hannes Lindhuber, Angelika Fichter
  • Viola  ·  Veronika Stross, Christina Sontheim, Julia Ruge
  • Violoncello  ·  Felix Stross, Emil Bekir
  • Kontrabass  ·  Max Fraas
  • Flöte  ·  Jörg-Oliver Werner, Christian Lukas
  • Piccolo  ·  Andreas Haas
  • Oboe ·  Tamar Inba, Keti Tigaschvili
  • Klarinette  ·  Oilver Klenk, Miriam Heim
  • Fagott ·  Cornelius Rinderle, Yoriko Schilling
  • Horn ·  Oliver Apitz, Janine Apitz
  • Trompete  ·  Andrea Christoph, Christoph Eisert, Anton Bernhard
  • Posaune  ·  Richard Petz, Lea Hehnen
  • Pauke ·  Alex Jung
  • Percussion  ·  Leander Kaiser
  • Orgel/Klavier  ·  Max Hanft